Oberflaechengestaltung2

Oberflächengestaltung

Die Einfachheit des Materials Putz hat Baukünstler verschiedener Epochen angespornt unzählige Techniken für die Oberflächengestaltung zu entwickeln.

 

Sinnliche Wandbeschichtungen entstehen nicht nur durch die Verwendung schöner Materialien. Erst die gekonnte handwerkliche Ausarbeitung verwandelt einfache Baustoffe zu kunstvollen Oberflächen.

 

Der Mörtelinhalt und die Art der Applikation bestimmen die fertige Struktur eines Verputzes – sowie die Bearbeitung der Oberfläche: mit der Kelle angeworfen und abgezogen oder geglättet; mit der Bürste aufgeschlemmt oder mit dem Besen angespritzt; mit Holzbrett oder Schwamm gerieben; mit Nagelbrett oder Putzkamm aufgeraut. Je zahlreicher die Werkzeuge und Instrumente, desto umfangreicher das Endresultat.

 

Putz kann auch ein wichtiger Aspekt zur architektonischen Gliederung sein. Fassadenflächen können zweidimensional in Sgraffito-Technik (Intarsien aus mehreren farbigen Putzlagen ausgekratzt) oder als plastische Dekoration (als Gesims oder Lisene gezogen, zu Quader geformt, als Element gegossen)  aufgeteilt und ausgeführt werden.